Kondome

Ein Kondom (auch Präservativ; engl. Condom) ist eine dünne Hülle aus vulkanisiertem Gummi, die zur Empfängnisverhütung und zum Schutz gegen sexuell übertragbare Erkrankungen vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis des Mannes gestreift wird.
Kondome sind meist aus Naturkautschuk-Latex gefertigt. Mittlerweile sind auch Kondome aus Polyethylen (PE) und Polyurethan (PUR) auf dem Markt, deren Wirksamkeit mit Latex-Kondomen vergleichbar sein soll. Allerdings fehlen hier noch Testergebnisse und langjährige Erfahrungen. Für Menschen mit Latex-Allergie sind diese Kondome jedoch eine Alternative. Außerdem sind derartige Kondome auch zusammen mit fett- beziehungsweise ölhaltigen Gleitmitteln einsetzbar. Latex-Kondome werden durch fetthaltige Substanzen (z. B. Massageöl) porös und verlieren ihre Wirkung. Gleitgele auf Wasserbasis oder das ebenfalls kondomverträgliche Silikonöl haben dieses Problem nicht.
Automatenkondome bergen besondere Risiken
Sind die Automaten im Freien aufgestellt, kann aufgrund der Temperaturschwankungen das Material Schaden nehmen und beim Geschlechtsverkehr reißen oder platzen. Es ist auch gut möglich, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, da manche Kondomautomaten selten kontrolliert und neu befüllt werden.
Bei richtiger Anwendung ist die Sicherheit sehr hoch. Mit einem Pearl-Index von 2–14 sind Kondome allerdings deutlich weniger sicher als hormonelle Verhütungsmittel. Ein hoher Unsicherheitsfaktor entsteht in erster Linie durch Fehlverhalten bei der Anwendung.